Das alte Auge betrifft jeden

Das alte Auge betrifft jeden

Presbyopie bedeutet nichts anderes als «altes Auge», was die Alterssichtigkeit eindeutig und verständlich umschreibt. Schliesslich wird das Phänomen dadurch ausgelöst, dass wir altern. Davor schützen können wir uns demnach nicht.
Presbyopie

Nur junge Menschen bleiben davon verschont – das hat der deutsche Dichter und Naturforscher Johann Wolfgang Goethe bereits vor vielen Jahrhunderten erkannt. So soll er gesagt haben: «Die einzige Methode, der Alterssichtigkeit zu entgehen, ist jung zu sterben». Alle anderen werden früher oder später von der Presbyopie, wie das Phänomen im Fachjargon heisst, heimgesucht. Es gibt kein Entrinnen, denn die Alterssichtigkeit ist keine Krankheit, die durch besondere Umstände ausgelöst wird oder gegen die wir präventiv vorgehen könnten. Nein, die Presbyopie ist ein natürlicher Prozess, der dadurch zustande kommt, dass wir älter werden.

Doch was genau geschieht mit dem alternden Auge?

Es liegt an den Augenlinsen

Unsere Augenlinsen können etwas Bedeutendes: Aufgrund ihrer Elastizität können sie die Lichtbrechkraft verändern, indem sie sich zusammen- oder auseinanderziehen. Dieser Vorgang wird Akkommodation genannt und ist nötig, um Dinge in verschiedenen Distanzen scharf zu sehen. Nur deswegen können wir zum Beispiel vom Tachometer im Auto auf das nächste Strassenschild fokussieren – und sehen beides scharf. Die Akkommodation ist für uns nicht einmal wahrnehmbar, denn unsere Augen ändern den Fokus im Bruchteil einer Sekunde.

Aufgrund des Alters verlieren die Augenlinsen an Elastizität, was bedeutet, dass das Fokussieren mit den Jahren immer schwieriger wird. Deshalb können viele Personen ab ungefähr 45 Jahren Objekte, die nahe sind, immer schlechter erkennen – sie werden unscharf. Zahlen und Buchstaben verschwimmen und das Lesen wird immer schwieriger.

Unwillkürlich beginnt man die Zeitung oder das Buch weiter weg zu halten. Das funktioniert am Anfang ganz gut, doch die Arme sind nicht unendlich lang. Irgendwann können auch sie nicht mehr helfen. Aber halt – das klingt doch nach einer Weitsichtigkeit? Tatsächlich stimmen die Symptome der Hyperopie, wie die Weitsichtigkeit im Fachjargon heisst, mit denen der Alterssichtigkeit überein. Jedoch unterscheidet sich die Alterssichtigkeit in einem Punkt von der «normalen» Weitsichtigkeit ganz entscheidend: Die Weitsichtigkeit hat nämlich andere Auslöser: Entweder ist der Augapfel zu kurz oder die Brechkraft der Linse zu niedrig. Dadurch wird das scharfe Bild nicht auf, sondern hinter der Netzhaut projiziert. Nahe Objekte werden verschwommen wahrgenommen, wie bei der Alterssichtigkeit.

Trainieren und gesund essen?

Bei Alterssichtigkeit helfen natürlich Brille und Kontaktlinse. Oder aber man entscheidet sich für eine Linsenimplantation. Dabei wird die eigene, alte Linse, mit einer Kunstlinse ersetzt.

Multifokallinsen

Multifokallinsen sind künstliche Linsen, die sich ähnlich wie eine Gleitsichtbrille in mehrere Fokusbereiche aufteilen. Somit ermöglichen sie eine scharfe Sicht in mehrere Distanzen. Zusätzlich zu einer guten Fernsicht wird die Alterssichtigkeit auf Lese- oder Computerdistanz korrigiert – eine vorliegende Hornhautverkrümmung kann ebenso behoben werden.

In diesem Video wird das Ganze anschaulich erklärt.

Ab dem 45. Lebensjahr empfiehlt es sich, die Augen regelmässig untersuchen zu lassen – so wird gewährleistet, dass man die Alterssichtigkeit und andere altersbedingte Augenkrankheiten frühzeitig erkennt.

Es gibt Thesen, dass durch stetes Augentraining der Alterungsprozess der Augen verlangsamt werden kann. Bei diesem Training geht es darum, die Muskeln zu stärken und das scharfe Sehen zu üben, indem man den Blick auf Objekte richtet, die in verschiedener Entfernung zueinander stehen. Aber wie erklärt, sind bei der Alterssichtigkeit nicht die Muskeln, sondern die Augenlinsen das Problem und die können nicht trainiert werden.
Auch die richtige Ernährung kann unsere Augen unterstützen und Sehkrankheiten vorbeugen.

Schaden kann das Augentraining und eine gesunde Ernährung nicht – ein Versuch wäre es doch wert.

Florencia Figueroa

Haben Sie das Gefühl, dass ...

… Sie nicht mehr so gut sehen wie früher? Dass Sie immer mehr Mühe haben beim Lesen oder Ihre Lesebrille zu schwach ist? Vereinbaren Sie einen Termin bei uns – unsere Experten beraten Sie gerne.

Brillenwechsel ade Die selbsttönende Brille

Brillenwechsel ade Die selbsttönende Brille

Selbsttönende Brille

Gerade beim Sport ist es mühsam, wenn man als Brillenträger ständig zwischen einer Sonnenbrille und einer normalen Brille wechseln muss. Abhilfe schaffen hier selbsttönende Brillen. Auf was muss man beim Kauf achten und wann machen sie Sinn?

Zwei Brillen in einer. So lässt sich der grösste Vorteil einer selbsttönenden Brille wohl zusammenfassen. Denn die phototrope Brille, wie die selbsttönende Brille im Fachjargon genannt wird, ist eigentlich eine normale Brille, deren Gläser sich von selbst verdunkeln können. Dadurch wird die Brille sozusagen auch zu einer Sonnenbrille. Brillenwechsel gehören damit der Vergangenheit an.

Tatsächlich gibt es diese Gläser bereits seit den 60er-Jahren. Erfunden wurden sie von den beiden Chemikern Stanley Donald Stookey und William Armistead. Sie kamen auf die Idee, den Gläsern bei ihrer Herstellung photoaktive Moleküle beizumischen. Das besondere an den Molekülen ist, dass sie auf UV-Strahlung reagieren. Sie verdunkeln sich, sobald sie mit Sonnenlicht, das unter anderem auch aus UV-Strahlung besteht, in Berührung kommen. Das Gute dabei ist, dass die Reaktion der Moleküle reversibel ist, sich also rückgängig machen lässt. Mit anderen Worten: Lässt die UV-Strahlung nach, werden die Gläser wieder klar. Der Sonnenbrillen-Effekt ist demnach nur dann vorhanden, wenn er auch wirklich benötigt wird.

Inzwischen gibt es viele Modelle, die eine selbsttönende Wirkung haben – bei Kurzsichtigkeit wie auch bei Weitsichtigkeit. Doch wie erkennt man, ob die Modelle auch etwas taugen? Es gibt einige Merkmale, auf die man achten sollte, wenn man sich eine phototrope Brille anschaffen will:

  • Die Brille sollte sich schnell an die Lichtverhältnisse anpassen können, sprich in wenigen Minuten zwischen dunkel und hell wechseln.
  • Da die Brille zur Sonnenbrille wird, ist es nötig, dass sie auch über einen einwandfreien UV-Schutz verfügt.
  • Die Gläser und das Gestell sollten eine hohe Leistungsfähigkeit und eine lange Lebensdauer aufweisen.

Die Augen werden entlastet, aber …

Die Lichtverhältnisse verändern sich im Verlauf des Tages mehrmals. Die Augen passen sich so gut wie möglich an die unterschiedlichen Lichtverhältnisse an. Das kann anstrengend für unser Sehorgan sein. Die Brille mit den selbsttönenden Gläsern vereinfacht diese Arbeit, indem sie die Augen ein Stück weit entlastet.

Doch die  phototrope Brille hat auch Nachteile. Sie eignet sich zum Beispiel nicht für den Wassersport. Und auch fürs Autofahren kommt die Brille nur bedingt infrage. Der Grund liegt darin, dass die Windschutzscheibe einen Teil der UV-Strahlung absorbiert, wodurch die Moleküle sich nicht richtig verdunkeln. Und selbst wenn sich die Brille bei guten Bedingungen vollständig verdunkeln kann, erreicht sie niemals den gleichen Blendschutz wie eine echte Sonnenbrille. Das ist wohl der grösste Nachteil einer selbsttönenden Brille.

Ein weiterer Nachteil der Brille besteht darin, dass die Gläser auch auf Temperaturen reagieren. Mit anderen Worten: Während die Kälte die Tönung hemmt, wird sie durch die Wärme begünstigt.

Ungestörte Freizeitbeschäftigung

Sport und Brille

Kein Brillenwechsel mehr

Es lohnt sich vor einem Kauf, die Vor- und Nachteile sorgfältig abzuwägen und sich von seinem Arzt oder Optiker beraten zu lassen. Für zwischendurch ist die Brille aber sicher eine gute Wahl: Zum Beispiel, wenn man im Freien Joggen oder Radfahren geht. Dadurch, dass sich die Brille von selbst verdunkelt und wieder hell wird, kann man auf einen ständigen Brillenwechsel verzichten, wodurch man bei seiner Freizeitbeschäftigung nicht gestört wird. Was man bei einer phototropen Brille jedoch unbedingt beachten muss, ist, dass die Kosten für selbsttönende Gläser deutlich über denen normaler Brillengläser liegen – und dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um Kunststoffgläser oder um echte Mineralgläser handelt.

 

Florencia Figueroa

Glasige Augen – ein Anzeichen für Fieber?

Glasige Augen – ein Anzeichen für Fieber?

Glasige Augen
Wenn man vom Glanz in den Augen spricht, vermutet man dahinter meist die Begeisterung einer Person. Doch was, wenn die Ursache wo anders liegt? Wie entstehen glasige, glänzende Augen, was können sie uns über den Gesundheitszustand einer Person verraten und warum sollten wir trotzdem keine vorschnellen Schlüsse ziehen?

Ein Indiz, dass eine Person möglicherweise krank ist und Fieber hat, lässt sich bei einigen tatsächlich leichter von den Augen ablesen, als etwa deren Wünsche.

Ich sehe deine glasigen Augen, Kleines!

Ob man zu tief ins Glas geschaut hat, Drogen konsumiert, an Allergien leidet oder tatsächlich krank ist und Fieber hat – unsere Augen sind nicht nur das Spiegelbild der Seele, sondern vor allem unseres Gesundheitszustandes.

Bei einer Infektion bereitet sich der Körper zum Beispiel auf einen Kampf gegen die Krankheitserreger vor. Seine heissbegehrte Waffe dabei: Fieber. Die Körpertemperatur steigt an, weisse Blutkörperchen patrouillieren durch unseren Körper und Äderchen weiten sich, um beim Transport von Abwehrstoffen Staus zu verhindern. Dadurch werden häufig nicht nur die Äderchen in unseren Augen sichtbar, auch in der Bindehaut sammeln sich weisse Blutkörperchen und lassen diese anschwellen.

Durch die erhöhte Körpertemperatur verdunstet zudem die Tränenflüssigkeit in unseren Augen schneller als üblich. Fast so als kippe man bei sommerlichen Temperaturen einen Eimer Wasser auf den heissen Asphalt. Um das Auge dennoch feucht zu halten, produzieren die Tränendrüsen immer mehr Flüssigkeit. Die sorgt nicht nur gelegentlich für tränende Augen, sondern lässt unseren Blick auch besonders glasig erscheinen.

… oder vielleicht doch nicht?

Aber nicht immer ist der Grund für glasige Augen die erhöhte Körpertemperatur. Vielleicht hat die Person auch einfach Alkohol zu sich genommen. Zumindest sind glasige und gerötete Augen neben dem Geruch ein erstes Indiz bei der Alkoholkontrolle von Autofahrern. Wer schon einmal ein Gläschen zu viel hatte, kennt auch den Kopfschmerz am nächsten Morgen. Ursache dafür ist die Dehydration des Körpers durch die vermehrte Ausscheidung von Wasser beim Alkoholabbau. Nicht nur die Zusammensetzung der Tränenflüssigkeit in unseren Augen verändert sich durch Alkohol, sondern auch die produzierte Menge. Statt tränender Augen blicken uns dann meist leicht glasige, aber vor allem gerötete und gereizte Augen entgegen.

Können diese Augen lügen?

glänzende augen

Glasige Augen sind ein Indiz für Fieber – aber nicht nur

… vielleicht nicht unbedingt lügen aber auf jeden Fall trügen. Mit dem aktuellen Frühlingserwachen beginnt nun auch wieder der Albtraum aller heuschnupfen-geplagter Allergiker. Ständiges Niesen und Schniefen weckt bei anderen in Zeiten drohender Corona-Ansteckung noch mehr Unmut und Angst vor Ansteckung als sonst schon. Die Nase – als könnte sie sich einfach nicht entscheiden – läuft während sie gleichzeitig verstopft ist. Und aus den nicht gänzlich zugeschwollenen Augenlidern bahnt sich die Tränenflüssigkeit stetig ihren Weg. Glasige, gereizte und juckende Augen, Erkältungssymptome: Tatsächlich steckt, wie bei einem Infekt, auch hier das Immunsystem hinter allem. Mit seinem Kampf gegen harmlose Pollen oder Hausstaub ist es nur leider genauso auf dem Holzweg, wie all jene, die sich aktuell mit einem Jahresvorrat Klopapier eingedeckt haben.

Fazit: Nicht hinter allen glasigen Augen steckt ein Infekt – in Zeiten der Corona-Pandemie schadet es dennoch nicht, die Augen vorsichtshalber offen zu halten und den Abstand  einzuhalten.

Samantha Happ

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Augenmigräne – Wenn das Flimmern kommt

Augenmigräne – Wenn das Flimmern kommt

Flimmern, Flackern, Lichtblitze – die Symptome der Augenmigräne können beängstigend sein. Die Ursachen sind bis heute nicht eindeutig geklärt, weshalb auch keine Heilungsmethode bekannt ist.

Augenmigräne

Eben war noch alles in Ordnung und der Bildschirm klar zu erkennen. Plötzlich flimmert es vor den Augen. Lichtblitze verhindern die Sicht und leichte Panik macht sich breit – die Augenmigräne hat zugeschlagen.
Auch wenn die Migräneanfälle für Betroffene extrem unangenehm und vielleicht sogar beängstigend sind – die Symptome gehen ohne Folgen wieder vorüber.
Einschränkungen der Sehfähigkeit sind typisch für die Augenmigräne und zeigen sich in Form von

  • Lichtblitzen
  • Flackern
  • Flimmern

Mitunter kann die Augenmigräne ganze oder partielle Gesichtsfeldausfälle zur Folge haben. Zusätzlich können starke Kopfschmerzen, Schwindelgefühl und/oder Lichtempfindlichkeit auftreten.
Wie lange so ein Anfall dauert, ist von Person zu Person unterschiedlich. Meistens sind die unangenehmen Symptome nach fünf bis zehn Minuten wieder vorbei, selten nach 30 bis 60 Minuten. Von den plötzlichen Anfällen sind häufig jüngere Erwachsene betroffen. Doch was löst die Augenmigräne aus und – viel wichtiger – wie kann man ihr vorbeugen?

Machtlos gegen Attacke

Um es gleich vorwegzunehmen: Wodurch eine Augenmigräne ausgelöst wird, ist nicht vollständig geklärt. Als begünstigende Faktoren gelten unter anderem Schlaflosigkeit, grelles und blitzendes Licht, Stress, Hormonschwankungen, Magnesiummangel, erhöhter Alkohol- und Nikotingenuss oder verschiedene Inhaltsstoffe von Lebensmitteln. Man nimmt an, dass diese Auslöser, auch Trigger genannt, eine Fehlregulation der Blutgefässe im Gehirn provozieren. Der Teil im Gehirn, der fürs Sehen zuständig ist, wird mit zu wenig Blut und Sauerstoff versorgt. Es kommt zu einer Störung, die sich durch eine plötzliche Augenmigräne äussert. Gegen eine solche Attacke sind Betroffene nahezu machtlos.

In die Dunkelheit verkriechen

Solange nicht klar ist, was die Augenmigräne verursacht, wird es auch keine Therapie geben. Und auch während der Attacke gibt es nicht viel, das man tun könnte. Eventuell hilft es, sich in ein abgedunkeltes Zimmer zurückzuziehen und abzuwarten, bis die Attacke vorüber ist. Bei Schmerzen können Schmerzmittel helfen.

Wenn es nicht nur eine Augenmigräne ist

Es gibt tatsächlich Krankheiten, die ähnliche Symptome wie die Augenmigräne aufweisen, sprich Flimmern und Lichtblitze hervorrufen, aber weitaus folgenschwerer sind als die Augenmigräne. Zu diesen Krankheiten gehören beispielsweise die Netzhautablösung, der Schlaganfall oder die vorübergehende Blindheit.
Es lohnt sich demnach beim Augenarzt abzuklären, ob man wirklich nur an einer harmlosen Augenmigräne leidet oder nicht doch an einer anderen Krankheit – insbesondere, wenn die plötzlichen Attacken vermehrt auftreten und langanhaltend sind.

Florencia Figueroa

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Brillenfrei dank Augenlaser: Für jedermann und jedefrau?

Brillenfrei dank Augenlaser: Für jedermann und jedefrau?

Augenlaserbehandlung

Sport ohne Brille, Schwimmen ohne Angst die Kontaktlinsen zu verlieren und gleich beim ersten Augenaufschlag am Morgen scharf sehen – das wünschen sich viele. Doch können alle Fehlsichtigen dank einem Augenlasereingriff auf Brille und Kontaktlinse verzichten? Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein? Und welche Risiken bestehen dabei?

Welche Voraussetzungen müssen für eine Augenlaserbehandlung erfüllt sein?

Eine Augenlaserbehandlung eignet sich in der Regel für junge Personen bis ungefähr zum 45. Lebensjahr. Dann macht sich langsam die Alterssichtigkeit (Presbyopie) bemerkbar.
Weitere wichtige Voraussetzungen für eine Augenlaserbehandlung sind:

    • die Kurzsichtigkeit (Myopie) sollte den Wert von -6.0 Dioptrien nicht übersteigen. (Bei einer höheren Fehlsichtigkeit empfiehlt sich die Implantation einer sogenannten Zusatzlinse.) Mit der Femto-Lasik-Methode lässt sich auch eine Weitsichtigkeit korrigieren, sofern sie den Wert von bis zu +2 Dioptrien nicht übersteigt.
    • die aktuelle Brillen- beziehungsweise Kontaktlinsenkorrektur sollte sich idealerweise in den vergangenen zwei Jahren nicht mehr verändert haben.
    • eine entsprechend dicke Hornhaut
    • beide Augen sind gesund

Wie ist das weitere Vorgehen, wenn Interesse für eine Laserbehandlung besteht?

In einem ersten Schritt erfolgt eine ausführliche medizinische Untersuchung, bei der die Augen exakt vermessen und der Gesundheitszustand geprüft werden. Im Anschluss daran wird im Gespräch mit unseren Experten die individuelle Behandlungstechnik besprochen und festgelegt. Es folgt ein Terminvorschlag für den gewünschten Eingriff.

Wie genau läuft die Behandlung ab?

Die gesamte Behandlungsdauer beträgt rund 20 Minuten, wobei der eigentliche Lasereingriff weniger als 1 Minute pro Auge in Anspruch nimmt. Zu Beginn der Operation wird dem Patient ein Lidhalter eingesetzt, um das Blinzeln zu verhindern. Die Form der Hornhaut wird präzise modelliert und die Dioptrienzahl korrigiert. Einen Tag nach dem Eingriff findet die erste Nachkontrolle statt.

Muss der Patient nach dem Lasern in der Praxis bleiben oder darf er gleich wieder nach Hause?

Der Patient darf nach dem Eingriff gleich wieder nach Hause. Etwas Ruhe wird empfohlen. Auf Kontaktsportarten sollte in den ersten zwei Wochen verzichtet werden, ebenso auf den Besuch öffentlicher Bäder.

Ist eine Augenlaserbehandlung schmerzhaft?

Die Laserbehandlung erfolgt in lokaler Anästhesie, das heisst die Augen werden mittels Tropfen betäubt und sind dadurch schmerzunempfindlich. Das Lasern selbst tut also nicht weh. Um das Auge während der Laserbehandlung offen zu halten, wird ein Lidhalter eingesetzt. Dadurch entsteht ein leichtes Druckgefühl. Nach der Behandlung kann ein leichtes Kratz- und Trockenheitsgefühl auftreten. Dies verschwindet jedoch meist wieder nach ein paar Tagen.

Wie lange dauert es, bis der Patient nach dem Lasereingriff wieder deutlich sieht?

Abhängig von der Lasertechnik (FemtoLasik oder SmartSurface) beträgt die Erholungszeit zwischen zwei bis fünf Tage. Danach ist man wieder einsatzfähig. Die vollständige Sehkraft ist nach rund 4-8 Wochen erreicht.

Was sind die Risiken einer Augenlaserbehandlung? Kann man davon blind werden?

Seit über dreissig Jahren werden erfolgreich Augenlaserbehandlungen durchgeführt. Weltweit ist seither kein Fall dokumentiert, bei dem eine Person aufgrund einer Laserbehandlung erblindet ist. Trotzdem darf nicht vergessen werden, dass es sich bei einer Augenlaserbehandlung letztlich auch um eine Operation handelt. Im Zusammenhang mit einer Operation gibt es keine hundertprozentige Sicherheit.
Ein mögliches Risiko ist die Infektion. Durch engmaschige Kontrollen und einer entsprechenden Therapie bekommt man dieses Risiko schnell in den Griff. Ein weiteres Risiko kann eine Ektasie sein, also eine Deformation der Hornhaut aufgrund der Laserbehandlung. Nach einer ausführlichen medizinischen Untersuchung liegt das Risiko dafür bei lediglich 0.05 Prozent.

Was ist, wenn der Patient mit dem Resultat nicht zufrieden ist?

In weniger als 2% der Fälle braucht es nach der erfolgten Laserbehandlung eine Nachbehandlung, um das gewünschte Resultat zu erzielen. Die Nachbehandlung ist in der Vista selbstverständlich im Preis inbegriffen.

Wieviel kostet eine Laserbehandlung?

Die Preise sind abhängig vom gewählten Laserverfahren. Die Behandlungskosten für das SmartSurface-Verfahren belaufen sich bei der Vista auf CHF 1490.- pro Auge und für die FemtoLasik auf CHF 1790.- pro Auge.
Im Preis inbegriffene Leistungen:

  • Nachkontrollen und Medikamente während 12 Monaten nach dem Eingriff
  • Lasernachbehandlungen über einen Zeitraum von 10 Jahren nach dem Eingriff

Sind Sie an einer Augenlaserbehandlug interessiert?

Dann melden Sie sich für einen kostenlosen Kurz-Check an. Nach rund 15 Minuten können Ihnen unsere Experten sagen, ob Ihre Augen die Voraussetzungen für eine Laserbehandlung erfüllen. Sollte sich herausstellen, dass eine Laserbehandlung bei Ihnen nicht in Frage kommt, gibt es die Möglichkeit einer Linsenimplantation. Darüber beraten wir Sie ebenfalls gerne und ausführlich.
Weitere Informationen zum Thema Augenlaserbehandlung sowie das Online-Buchungsformular finden Sie unter: www.vista.ch/laser/

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Lichttherapie: Winterdepression über die Augen bekämpfen

Lichttherapie: Winterdepression über die Augen bekämpfen

Nass, grau und unfreundlich – die kalte Jahreszeit kann einem wirklich aufs Gemüt schlagen. Doch unsere Augen können uns dabei helfen, auch im Winter das Positive zu sehen. Lesen Sie mehr zur Lichttherapie gegen Winterdepression. Sobald der Winter naht und die Temperaturen sinken, sinkt bei vielen auch die Stimmung. Der Winter kann sich ganz schön auf unser Gemüt auswirken. Grund ist das fehlende Sonnenlicht, denn die Dauer der Sonneneinstrahlung ist bekanntlich im Winter wesentlich kürzer als im Sommer.

So zeigt sich die Winterdepression

Auf die langen Nächte und die vermehrte Dunkelheit reagiert der Körper mit einer erhöhten Produktion an Melatonin. Das ist ein Botenstoff im Gehirn, der den Tag-Nacht-Rhythmus steuert. Allerdings kann dieses sogenannte Schlafhormon in zu grossen Mengen auch zu Depressionen führen. Hält die lustlose, niedergeschlagene Stimmung länger als zwei Wochen an, nennen wir das umgangssprachlich Winterdepression. Im Fachjargon wird von der Saisonal-Abhängigen-Depression (SAD) gesprochen. Folgende Symptome bringt man mit der SAD in Verbindung:

  • Antriebslosigkeit
  • depressive Stimmung
  • erhöhter Appetit / Heisshunger
  • tagsüber sehr müde
  • grosses Bedürfnis nach Schlaf
  • Vernachlässigung sozialer Kontakte
  • schwache Konzentration
  • körperliche Beschwerden ohne organische Ursachen (Kopfschmerzen, Magen-Darm-Probleme)

In der Regel verschwindet die SAD von selbst wieder, sobald sich der Frühling ankündigt. Doch weil Müdigkeit und Antriebslosigkeit an der Lebensqualität nagen, kann es sich lohnen, gegen die SAD vorzugehen, anstatt einfach darauf zu warten, dass sich das Problem von selbst löst. Und hier kommen die Augen ins Spiel.

Licht tanken

Im Winter sind Sonnenstrahlen rar

Besonders im Winter ist es wichtig, so viel Sonnenlicht wie möglich zu tanken.

Um einer Winterdepression vorzubeugen oder sie loszuwerden, kurbelt man am besten die körpereigene Produktion des Botenstoffs Serotonin an. Dabei helfen tägliche Spaziergänge oder Sport im Freien – denn wer ausreichend Licht tankt und sich bewegt, aktiviert automatisch die Ausschüttung dieses Glückshormons. Doch neben dem Arbeitsalltag fehlt uns leider oft die Zeit für ausreichende Aktivitäten im Freien. Als Alternative empfiehlt sich deshalb die Lichtdusche.

Bei der Lichtdusche handelt es sich um eine Lichttherapie, bei der man die Augen einer speziellen Lichtquelle aussetzt. Diese Lichtquelle ahmt die Sonneneinstrahlung nach, an der es im Winter oft mangelt. Das Licht sorgt dafür, dass der Körper weniger Melatonin herstellt und dafür mehr Serotonin produziert. Selbstverständlich kommen bei der Lichttherapie nicht irgendwelche Lampen zum Einsatz, sondern spezielle Lichttherapielampen. Diese hellen, leistungsstarken Leuchten mit der Farbtemperatur Tageslichtweiss weisen zwischen 2500 bis 10 000 Lux auf – das entspricht dem Licht an einem schönen, sonnigen Tag. Die Lichttherapielampen haben ein Lichtspektrum ohne Ultraviolettstrahlen und ohne Infrarotlicht. Diese würden den Augen schaden. Deshalb kann die Sonnenbank auch nicht als Alternative zur Lichttherapie betrachtet werden, weil in Solarien genau jene Lampen zum Einsatz kommen, die diese für die Augen schädliche Strahlung erzeugen.

Die innere Uhr

Lichttherapielampe

Eine Lichttherapie kann ganz nebenbei gemacht werden.

Während der Therapie kann man schreiben, essen, telefonieren, arbeiten – wichtig ist, dass man einmal pro Minute für wenige Sekunden in die Lichtquelle blickt und den Abstand zur Lampe einhält. Doch warum muss die Lichttherapie über die Augen verlaufen? Die Augen steuern unter anderem den circadianen Rhythmus, sprich unsere innere Uhr. Hierfür nehmen sie über die Netzhaut Licht auf und wandeln dieses in Nervenimpulse um, die sie an das Gehirn weiterleiten. Die Gehirnstruktur «Nucleus suprachiasmaticus», wird auch als Taktgeber der inneren Uhr bezeichnet, weil sie unter anderem für die Ausschüttung von Melatonin zuständig ist. Um die Menge dieses Hormons zu drosseln und das Glückshormon Serotonin anzukurbeln, muss man also die Augen mit Tageslicht verwöhnen.

Florencia Figueroa

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