Augengrippe: Ansteckung, Symptome und Behandlung

Augengrippe: Ansteckung, Symptome und Behandlung

Mit der Grippe ist nicht zu spassen. Sie ist weit schlimmer als eine einfache Erkältung. Das gleiche gilt für die Augen, denn auch sie können die Grippe bekommen. Die Augengrippe ist zwar extrem unangenehm, klingt jedoch wie die richtige Grippe meist von selbst wieder ab.

So ziemlich jeden Winter warnen die Behörden vor der grassierenden Grippe – nicht aber vor der Augengrippe. Sie wird im Unterschied zur Grippe nicht von Influenza – sondern von Adenoviren ausgelöst. Das tückische an diesen Viren ist, dass sie hochansteckend sind und sich dementsprechend schnell verbreiten.

Die Symptome einer Adenovireninfektion sind meist beidseits gerötete, tränende und brennende Augen mit geschwollenen Augenlidern und einer erhöhten Blendeempfindlichkeit. Meistens klingt die Augengrippe von selbst nach zwei bis vier Wochen wieder ab, ohne dass sie irgendwelche Spuren hinterlässt. Gegen das Virus kann leider nicht vorgegangen werden. Das Einzige, was zu tun bleibt, ist die Symptome mit einer befeuchtenden Tropftherapie zu behandeln.

In einigen Fällen kommt es im Laufe der Erkrankung zu einer starken Reaktion des Immunsystems, was zu einer Sehminderung führt. Dies muss mit kortisonhaltigen Augentropfen behandelt werden. Meist erholt sich das Auge auch davon wieder komplett.

Weiterverbreitung vermeiden

Tränendes Auge

Das Adenovirus wird über das Tränensekret übertragen.

Übertragen wird das Adenovirus über das Tränensekret. Wie auch bei der Grippe oder anderen durch Tröpfchen übertragbaren Krankheiten ist es somit am wichtigsten, die üblichen Hygienemassnahmen einzuhalten, um eine Ansteckung zu vermeiden. Ist die Ansteckung bereits erfolgt, sollte unbedingt darauf geachtet werden, die Viren nicht weiter zu übertragen. Dementsprechend sollten Betroffene häufig die Hände desinfizieren und auf Augenreiben sowie auf Händeschütteln verzichten. Auch das Teilen von Gegenständen, die mit Gesicht und Augen in Kontakt kommen, wie Handtücher, Brillen, Kameras, Waschlappen, Kopfkissen oder Augentropfen, sollte unbedingt vermieden werden.

Gerötete und tränende Augen sind ein typisches Anzeichen für die hochansteckende Augengrippe. Wie bei der richtigen Grippe heisst es im Krankheitsfall auch hier: Symptome lindern und abwarten.

Florencia Figueroa

Winterrezepte: Ihr Magen wird Augen machen! Augenfreundliches Wintergemüse

Winterrezepte: Ihr Magen wird Augen machen! Augenfreundliches Wintergemüse

Lutein und Zeaxanthin sind wichtige Nährstoffe für unsere Augen. Unser Körper kann sie aber nicht selber herstellen, weshalb wir sie über die Ernährung aufnehmen müssen. Viele Gemüse, die es im Winter gibt, sind reich an diesen augenfreundlichen Nährstoffen.
Winterrezepte
Lutein und Zeaxanthin werden in der Netzhaut angereichert und schützen die Sehzellen vor kurzwelligem Licht und freien Radikalen. Wissenschaftliche Studien deuten darauf hin, dass eine ausreichende Versorgung mit den Pigmenten möglicherweise das Risiko einer altersabhängigen Makuladegeneration und eines Grauen Stars reduzieren und deren Verlauf beeinflussen kann.
Die ergiebigste Quelle von Lutein und Zeaxanthin ist dunkelgrünes Gemüse wie Spinat, Mangold, Grünkohl, Petersilie oder Romana. Auch Süsskartoffeln, Tomaten, Karotten, Mais, Okra und Peperoni sind besonders für Augenpatientinnen und –patienten gesunde Nahrungsmittel. Grundsätzlich ist der häufige Konsum von rohem oder leicht gedämpften Gemüse sehr zu empfehlen.
Gemüse enthält neben Carotinoid-Abkömmlingen auch reichlich lösliche Ballaststoffe, die dem Körper Gutes tun. Sie tragen zu einem cholesterinarmen Blutspiegel bei, senken die Fettwerte und normalisieren den Zuckerstoffwechsel. Peperoni beispielsweise decken den Tagesbedarf an Vitamin C. Ausserdem schützen das darin enthaltene Antioxidans, das Lutein und das Zeaxanthin die Zellen vor freien Radikalen.
Kochen Sie doch für sich und Ihre Liebsten ein winterliches Menü, das schmeckt und gleichzeitig ein Genuss für Ihre Augen ist. Viel Spass beim Zubereiten und Geniessen!
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Frische, bunte Wintervorspeise

Vorspeise

Karotten-Peperoni-Bruschetta

Für 4 Portionen:
200 g    Karotten
2           Knoblauchzehen
2           rote Peperoni
1 EL      gehackte Petersilie
1 EL      geschnittener Schnittlauch
1 EL     Thymian
1 EL      Mayoran
6 EL      kalt gepresstes Olivenöl
1           Messerspitze scharfes Madras Curry
1           Baguette
Salz, Pfeffer

1. Karotten waschen, schälen und fein raffeln mit einer Birchermüesli-Raffel. Saft etwas ausdrücken, dann Kräuter, Gewürze und etwas Olivenöl beigeben.
2. Peperoni waschen, entkernen, in Würfelchen schneiden, zusammen mit dem gehackten Knoblauch und dem Currypulver in eine Pfanne mit etwas Olivenöl geben. Grillieren bis das Gemüse weich ist. Auskühlen lassen.
3. Baguette diagonal in 2 cm dicke Scheiben schneiden, auf einer Seite mit Olivenöl beträufeln und bei starker Oberhitze etwa 2 Minuten im Ofen backen.
4. Das Karottenpesto und die Peperoniwürfelchen gut vermengen, mit einem Esslöffel auf die Brotscheiben geben.
5. Abschmecken, nach Belieben mit frischen Kräutern garnieren.

Hauptgang

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An diesem Hauptgang hätte auch Popeye seine Freude gehabt

Spinat-Roulade mit Kräutermousse

Zutaten für 6 Portionen:
1             Zwiebel
1             Knoblauchzehe
Etwas     Butter
600 g      Jungspinat
500 g      Filoteig
200 g      Frischkäse nature
Je 1 EL   Thymian, Basilikum, Oregano, Petersilie, Schnittlauch, Majoran, Koriander
Wenig süsses Paprikapulver
100 ml     Rahm
Frisch gemahlener Cayennepfeffer
Salz
Etwas Muskatnuss

  1. Zwiebel und Knoblauch fein hacken und in einem baumnussgrossen Stück Butter dünsten. Spinat dazugeben, mit etwas Pfeffer und 3 bis 4 Messerspitzen geriebener Muskatnuss abschmecken.
  2. Spinat auf kräftigem Feuer umrühren und erst nach etwa 2 Minuten, wenn der Spinat in sich zusammenfällt, Salz beigeben. Vom Feuer nehmen, auskühlen lassen. Mit sauberen Händen oder Einweghandschuhen einen Teil des Saftes ausdrücken.
  3. Filotteig-Blätter ausbreiten und mit Frischkäse bestreichen. Den Spinat nochmals gut ausdrücken und gleichmässig auf dem Teig verteilen.
  4. Die belegten Teigblätter einrollen und im Ofen bei 190°C 20 Minuten backen.
  5. Für die Mousse frische Gartenkräuter fein hacken, etwas Pfeffer und Paprikapulver sowie 1 bis 2 EL Frischkäse beigeben, alles gut mischen. Rahm steifschlagen und unter die Kräutermischung heben, im Kühlschrank kalt stellen.
  6. Die heisse Roulade in 2 bis 3 cm dicke Scheiben schneiden, mit einem Glacelöffel eine Kugel aus der kalten Mousse formen, daneben platzieren und rasch servieren.

Tipp: Dazu passt geräuchertes Wildschwein-Kotelett, Hirschschnitzel, Rinds-Entrecôte, Rumpsteak, Lammkotelett, Lammfilet, Lammgigot, Schweinsnierstück, Pouletbrust oder Fisch.

Dessert

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Ein rassiger Abschluss

Pikanter Obstsalat

Zutaten für 6 Portionen:
1             Apfel
1             Birne
1             handvoll Erdbeeren
1             handvoll Heidelbeeren
1             handvoll Himbeeren
frische Minze
1             Limette, Saft
Chilliflocken

Obst waschen, in kleine Stücke schneiden und in eine Schale geben. Alles gut vermengen, mit ganz wenig Limettensaft beträufeln und mit frischer Minze oder Melisse und Chilliflocken garnieren.

Tipp: Je nach Saison lassen sich Luteinquellen wie Pfirsiche, Mandarinen, Orangen, Papayas, Mangos, Ananas oder Aprikosen hinzufügen.

Tipp: Zu diesem Salat schmeckt auch eine Kugel Vanille- oder Schokoladenglace oder eine Karamellcreme.

Mit freundlicher Genehmigung von Bayer (Schweiz) AG.
Auszug aus dem Buch „Kochen für die Augen“ von Frau PD Dr. med. Ute Wolf-Schnurrbusch und Marc Aeberhard mit Unterstützung von Retina Suisse (www.retina.ch), Fotografie Peter Dotzauer, Herausgeber und Copyright Bayer (Schweiz) AG, Zürich.

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Weiche oder harte Kontaktlinsen? Erstkontakt mit der (formstabilen) Linse

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Brillenschlange, Vierauge, Dioptrienjunkie … solche Beleidigungen gehören glücklicherweise in den meisten Fällen längst vergangenen Zeiten an. Brillen zählen heute zu den modischen Accessoires, trotzdem möchten viele Fehlsichtige ihre Kontaktlinsen im Alltag nicht missen. Doch wofür soll man sich entscheiden: Weiche oder lieber harte Kontaktlinsen?

Kontaktlinsen weich hart

Vor allem in der kalten Jahreszeit ist der Blick von Brillenträgern zunehmend vernebelt. Beschlagene Brillengläser bei der Flucht vor winterlichen Temperaturen in wohlig warme Räume, verregnete Aussichten oder die blendende Schönheit durchbrechender Sonnenstrahlen – Brillen kosten ihre Träger über den Tag verteilt häufig einiges an Energie. Und nicht nur im Alltag sondern auch beim Sport sorgen Kontaktlinsen häufig für klare Sicht. Statt Regentropfen und fettige Fingerabdrücke auf den Gläsern oder dem mühsamen Wechselspiel mit der Sonnenbrille – Kontaktlinsen bieten den dauerhaften Durchblick.

Die Last der Fehlsichtigkeit

Vor diesem Hintergrund verwundert es kaum, dass bereits DaVinci und Descartes im 16. Jahrhundert gerne eine Alternative zur lästigen Sehhilfe zu ihren Erfindungen gezählt hätten. Die Last der Brillengläser aus echtem Glas – im Gegensatz zu den heutigen Kunststoffgläsern – konnte einem damals schon mal den Atem rauben, vor allem bei hoher Fehlsichtigkeit. Der Augenarzt Adolf Eugen Ficks entwickelte 1887 ein erstes Modell einer Kontaktlinse. Das damals noch gläserne Folterinstrument in Linsenform hatte einem Durchmesser von circa 2 Zentimetern und konnte nur wenige Stunden getragen werden. Heute hat sich dank synthetischer Polymere der Tragekomfort deutlich verbessert.

Stabil in Form bleiben …

Doch gerade formstabile Linsen, die im Volksmund auch gerne als harte Kontaktlinsen bezeichnet werden, stehen in Sachen Komfort häufig unbequemen Meinungen gegenüber.

Samuel Steiner ist Optometrist und Co-Leiter Diagnostik der Augenpraxis Vista Klinik:

«Grundsätzlich kann so ziemlich jede und jeder formstabile Kontaktlinsen tragen. Zudem absorbieren sie kaum Feuchtigkeit vom Tränenfilm, wodurch Personen, die zu trockenen Augen neigen, ein angenehmeres Gefühl durch den Tag haben. Die meisten formstabilen Kontaktlinsenträger verzeichnen auch eine längere Verträglichkeit. Allerdings sind diese nicht unbedingt besser und vor allem nicht angenehmer zu tragen», insbesondere wenn man zuvor weiche Kontaktlinsen getragen hat, kann es eine ganze Weile dauern, bis das Fremdkörpergefühl verschwindet und sich das Auge an die Linse gewöhnt hat.

«Sobald der Tragerhythmus 3-4 Tage pro Woche übersteigt, sind mehrmals tragbare Kontaktlinsen, worunter sowohl weiche als auch harte Kontaktlinsen fallen, zu empfehlen. Die formstabilen Kontaktlinsen lohnen sich, wenn Sie in der gesamten Tragezeit nicht einmal verloren oder kaputt gehen.», so Steiner. Denn einmal angepasst, müssen harte Kontaktlinsen je nach Pflege und Zustand nur alle ein bis zwei Jahre ersetzt werden. Doch gerade beim Sport besteht bei abrupten Bewegungen die Gefahr, dass die Linse den Kontakt zum Auge verliert. Bei Arbeiten in staubiger Umgebung können Staubkörner ausserdem leicht unter die formstabile Kontaktlinse gelangen und das Auge reizen.

Für alle Kontaktlinsenträger gilt jedoch: Den halbjährlichen bis jährlichen Kontakt zu den Kontaktlinsenexperten nicht zu verlieren. Zudem sollte man auch regelmässige Überprüfungen beim Augenarzt nicht vernachlässigen. Vertrauen ist gut, aber Kontrolle ist eben, gerade wenn es um die Augengesundheit geht, einfach besser.

Samantha Happ

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Tauchen mit offenen Augen Warum die Augen im Wasser brennen

Tauchen mit offenen Augen Warum die Augen im Wasser brennen

Tauchen mit offenen Augen

Tauchen mit offenen Augen ist etwas, das man schon als Kind lernt. Allerdings birgt das Öffnen der Augen im Wasser auch seine Tücken.

Es fühlt sich komisch an, man sieht kaum etwas und es kann zuweilen brennen, kurz: Die Augen im Wasser zu öffnen ist unangenehm. Dabei ist es etwas, was wir von klein auf lernen. Schliesslich ist das Öffnen der Augen unter Wasser eine der wichtigsten Übungen im Schwimmunterricht. Grund: Sollte man ins Wasser fallen, muss man imstande sein, zurück an die Oberfläche zu finden – und das ist mit geschlossenen Augen schlichtweg unmöglich.

Nicht umsonst empfehlen Schwimmlehrer den Eltern, den Kindern erst dann eine Taucherbrille zu schenken, wenn diese schon gelernt haben, die Augen im Wasser zu öffnen. Haben sich die Kinder nämlich einmal an die Taucherbrille gewöhnt, ist es schwer, sie ihnen wieder abzunehmen. Schliesslich ist es viel bequemer mit der Taucherbrille zu schwimmen – und manch einer denkt gar, dass es sicherer für die Augen ist. Denn wer weiss schon, was da alles im Wasser schwimmt? Und ja, es stimmt. Gerade in Pools und Schwimmbädern ist es zuweilen nicht sehr sauber. Da gibt es Bakterien, Schmutz, Schweiss und Urin.

Aber diesen Keimen ist man nicht schutzlos ausgeliefert. Hierfür wird nämlich an öffentlichen Badeanstalten Chlor eingesetzt. Allerdings kann das Chlor den natürlichen Tränenfilm angreifen, weshalb es zuweilen brennt, wenn wir im Wasser die Augen öffnen. Üblicherweise klingen die Symptome von selbst wieder ab. Sollten die Beschwerden nicht verschwinden, gilt es, den Augenarzt aufzusuchen, um mögliche Infektionen, ausgelöst durch Verunreinigungen des Wassers, ausschliessen zu können.

Keine Chance, klar zu sehen

Doch auch im Meerwasser finden sich Schmutzpartikel und Bakterien – und auch dort brennen die Augen, wenn wir sie im Wasser öffnen. Jedoch nicht, wegen des Chlors, sondern wegen des Salzes. Zwar sind auch Tränen salzhaltig, was bedeutet, dass unsere Augen Salz eigentlich gewohnt sind. Allerdings ist der Salzgehalt im Meerwasser viel höher als in unseren Tränen. Das ist auch der Grund, warum Schweiss in den Augen brennt. Denn im Schweiss ist der Salzgehalt etwa ähnlich hoch wie im Meerwasser.

Man kann die Augen aber sowohl an das Chlor, als auch an das Salzwasser gewöhnen, sodass es mit der Zeit weniger stark brennt. Ganz vermeiden lässt sich dieser unangenehme Effekt jedoch nicht. Übrigens sollte man die Augen nicht reiben, wenn sie brennen, weil das Reiben das Brennen verschlimmert. Stattdessen sollte man vermehrt blinzeln, bis das Brennen nachlässt. Lässt das unangenehme Gefühl nicht nach, sollte man auch nach dem Bad im Meer den Augenarzt konsultieren, um sicherzugehen, dass alles in Ordnung ist.

Am besten lässt es sich übrigens im Süsswasser, sprich in Seen und Flüssen, mit offenen Augen tauchen. Dort gibt es nämlich weder Chlor noch Salz; Bakterien und Schmutz hingegen schon, weshalb man auch hier aufpassen muss, dass man sich keinen Infekt holt.

Ob es Sinn macht, mit offenen Augen zu tauchen, sei dahingestellt. Eines aber ist eindeutig: Im Wasser ist es unmöglich, von blossem Auge klar zu sehen. Der Grund: Das Wasser hat eine viel höhere optische Dichte als Luft. Die dichten Teilchen im Wasser stören das Licht auf dem Weg zur Netzhaut im Auge. Das Resultat: Man sieht alles verschwommen.

Kontaktlinsenträger aufgepasst

Kontaktlinsenträgern wird ausdrücklich empfohlen, beim Tauchen mit offenen Augen auf Linsen zu verzichten. Man geht nämlich dabei das Risiko ein, dass sich Keime wie die Akanthamöbe oder Pilze in die Kontaktlinse einnisten und sich dort vermehren, was eine Augeninfektion auslösen kann. Im Wasser kann es ebenso vorkommen, dass die Linsen entweder weggespült werden oder sich gar an den Augen festsaugen. Letzteres kann schmerzhafte Abschürfungen an der Hornhaut zur Folge haben. Will man also mit Kontaktlinsen tauchen, ist eine Taucherbrille unabdingbar.

Tauchen mit Kontaktlinsen

Kontaktlinsenträger sollten mit Taucherbrille tauchen, um Infektionen und das Wegspülen der Kontaktlinsen zu vermeiden

Florencia Figueroa

Schlupflider – wenn das Lid zur Last wird

Schlupflider – wenn das Lid zur Last wird

Nur weil man jetzt in der ungemütlichen Jahreszeit gerne wieder Unterschlupf sucht, muss man das noch lange nicht bei seinen Augen akzeptieren. Schlupflider: Was tun, wenn der Blick immer skeptischer und das Lid zur Last wird?

Schlupflider

In der Rangliste der Schönheitsoperationen der International Society of Plastic Surgery steht die Lidoperation neben Fettabsaugungen und Brustvergrösserungen unter den drei häufigsten Schönheitsoperationen weltweit. Da vermag die Eine oder der Andere jetzt grosse Augen zu machen, sofern das noch geht.

Schlupflider …

… was irgendwie nach Geborgenheit und Wärme klingt, steht dagegen eiskalt und völlig unromantisch für erschlaffte Haut, welche die oberen Lider unserer Augen verdeckt. Es ist ein wenig, als stünde die Welt Kopf, denkt man sich, wenn man hört, dass ausgerechnet die ständige Bewegung der Gesichtsmuskulatur, anders als beim Krafttraining, die Haut nicht straffer macht, sondern stattdessen sogar altern lässt. Auch Umweltbedingungen, Kosmetik und UV-Strahlung tragen, zusätzlich zum stetigen Alterungsprozess, dazu bei, dass die Haut irgendwann nur noch die Elastizität einer abgetragenen Strumpfhose hat. Verantwortlich dafür sind die Proteine Kollagen und Elastin. Während Kollagen vor allem in Verbindung mit Sehnen, Bändern, Bindegewebe und zur Bildung von Knochen vorkommt, sorgt Elastin für die nötige Spannung bei Blutgefässen und in der Haut.
Ein Markt, den sich längst die Kosmetikunternehmen mit Cremes und Haarpflegeprodukten aber auch die Industrie für Nahrungsergänzungsmittel zu eigen gemacht haben, schliesslich gilt Elastin in unserem Körper als sehr wertvolles Gut. Das Protein wird bereits im Mutterleib und während den ersten Lebensjahren im menschlichen Körper produziert, bis die Produktion dann schliesslich endgültig eingestellt wird und die Haut das restliche Leben von dem Bestand zehren muss, wie das Eichhörnchen von seinem Wintervorrat.

So sehr wir auch die Augen offen halten

Wie der Berg an Nüssen beim Eichhörnchen wird auch die Spannkraft der Haut mit fortschreitender Zeit zunehmend geringer und sorgt dafür, dass sie faltig, schlaff und alt wirkt. Doch auch die Genetik spielt bei Schlupflidern eine Rolle: So können schon Jugendliche unter der Last des Lids leiden.
Nicht nur weil man dadurch abgeschlagen, müde, älter oder auch skeptischer wirkt und der Gemütszustand häufig von dem Gegenüber falsch interpretiert wird, sondern auch weil die, auf dem Lid aufliegende Haut medizinische Probleme hervorbringen kann. Durch den anhaltenden Druck, den die Haut auf das Auge ausübt, kann es sowohl zu Entzündungen des Lidrandes kommen als auch durch Reibung der Wimpern zu Bindehaut- und Hornhautentzündungen, die sich auf das Sehvermögen auswirken können. Der Lidrand ragt immer tiefer ins Auge, schränkt das Sichtfeld ein und reduziert so die Sicht auf die Welt.

Augen auf: Schlupflidoperation

Eine Oberlidkorrektur hat nicht immer nur ästhetische Gründe

Wenn Schminktipps für Frauen und Magicstripes, sozusagen das Powertape fürs Augenlid, nicht mehr helfen, ist häufig ein Eingriff unumgänglich – und hat nicht immer nur ästhetische Gründe. Eine Blepharoplastik, also eine Korrektur des Oberlids, ist die längerfristige Lösung.

In einer 45 – 60 minütigen Operation mit örtlicher Betäubung wird die überflüssige Haut entfernt – die Schnittnarbe wird dabei in die Lidfalte gesetzt und ist nach Abheilen der Wunde kaum mehr zu sehen. Auch wenn der Eingriff keinen langen Krankenhausaufenthalt mit sich bringt, sollte man nach der Operation dennoch erstmal entspannt in die Zukunft schauen, das Auge kühlen, schonen und sich noch ein paar Tage ausruhen.

Die Kosten nicht aus den Augen verlieren

Ob die Krankenkasse für Spannung über dem Augenlid und Entspannung im Portemonnaie sorgt, hängt von mehreren Faktoren ab. Bei Einschränkungen des Sichtfeldes, chronischen Augenentzündungen, Unfällen oder Verletzungen stehen die Chancen gut, dass die Kosten des Eingriffs übernommen werden. Für rein kosmetische Eingriffe sind Krankenkassen bisher blind. Grundsätzlich sollte das jedoch vor der Operation mit Ärzten und Krankenkassen abgeklärt werden. So steht einem uneingeschränkten Blick in die Zukunft nichts im Wege.

Samantha Happ

Weitere Informationen ...

… zu den Themen Lidchirurgie und kosemtische Behandlungen finden Sie auf www.vista.ch/lidchirurgie/

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Lesen bei Kerzenlicht – ist das schlecht für die Augen?

Lesen bei Kerzenlicht – ist das schlecht für die Augen?

Lesen bei Kerzenlicht

Je kürzer die Tage, desto mehr Kerzen flackern. Im bequemen Sessel mit einer warmen Tasse Tee bei schummrig romantischem Kerzenlicht ein Buch lesen – was gibt es Entspannenderes? Doch oft bleiben ein kleines Unbehagen und die Frage: Ruiniert das “schlechte” Kerzenlicht vielleicht die Augen? Höchste Zeit für eine Klarstellung.

Eine Warnung gleich vorweg – die aber für jede Lichtquelle gilt, nicht nur für Kerzen: Schauen Sie nicht zu lange direkt hinein. Denn blicken Sie zu lange direkt in Kerzenlicht, kann es zu temporären Störungen kommen. Es entstehen „Nachbilder“, die auch nach dem In-die-Kerze-Blicken noch die Sicht stören. Besser ist es, Sie geniessen das Kerzenlicht als launisch tanzende Schatten oder aus dem Augenwinkel.

Der Rotlichtanteil ist bei Kerzen am grössten und bei LED-Licht am niedrigsten

Was sagen die Physik und die Medizin?

Kerzenlicht hat einen hohen Rotanteil. Licht mit hohem Rotanteil fühlt sich subjektiv warm und heimelig an, während Licht mit viel Blauanteil als kalt empfunden wird. Das Licht von PC, Handy und Fernseher zum Beispiel hat einen hohen Blauanteil. Der hohe Blaulichtanteil des Bildschirms reduziert die Melatonin-Ausschüttung. Dadurch fällt es uns schwerer, einzuschlafen.

Kerzenlicht macht schläfrig

Vor dem Zubettgehen sollten Sie also auf Bildschirmzeit verzichten. Statt fernzusehen, können Sie ja abends im dunklen Zimmer sitzen und eine Kerze brennen lassen. Wetten, dass Sie von ganz allein schläfrig werden? Aber bitte nicht vergessen, die Kerze vor dem Einkuscheln ins warme Bett wieder auszublasen …

Bei Kerzenlicht lesen?

„Lies nicht bei Kerzenlicht, das schadet deinen Augen!“ Wir alle kennen diese Warnung. Das Gute: Es gibt keine Beweise, dass sie stimmt. Was hingegen bestimmt wahr ist: Aus verschiedenen Gründen führt Lesen im Kerzenlicht zu Ermüdungserscheinungen des Auges und schlimmstenfalls zu Kopfschmerzen.

Problemfaktor Sehpurpur

Besonders beansprucht beim Lesen im Kerzenlicht werden die lichtempfindlichen Stäbchen. Sie sind fürs Hell-Dunkel-Sehen verantwortlich und benötigen den Farbstoff Rhodopsin, auch Sehpurpur genannt. Wenn Sie in schwachem Kerzenlicht lesen, nimmt der Abbau des Sehpurpurs zu. Das braucht Ihnen jedoch keine Sorgen zu machen, die Sehpurpur-Vorräte werden beim Schlafen wieder „aufgefüllt“.

Kleiner Tipp

Machen Sie deshalb beim Lesen im Kerzenlicht öfter mal eine Pause. Um den Augen etwas Abwechslung zu geben, fixieren Sie zwischendurch die gegenüberliegende Ecke des Wohnzimmers oder etwas anderes, das ein paar Meter entfernt ist. Wechseln Sie dann zurück auf den Nahbereich. Nun können Sie Ihre Augen wieder einen Moment lang entspannt lesen lassen!

Gregor Szyndler

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