Wer auf das Licht am Ende des Tunnels hofft, hofft bei dieser Krankheit umsonst: Beim Röhren- oder Tunnelblick wird das Gesichtsfeld stetig kleiner, bis nichts mehr übrig bleibt und der Blick letztlich dem durch einen Tunnel ähnelt.

Tunnelblick

In der Medizin ist der Tunnelblick auch als Röhrengesichtsfeld bekannt. Hierbei handelt es sich um eine Einengung des Gesichtsfeldes. Die lichtsensiblen Stäbchen im äusseren Teil der Netzhaut sterben meistens ab, wodurch das Sichtfeld über die Zeit hinweg zunehmend kleiner wird. Bei einem Tunnelblick wird die Peripherie, also der äussere Bereich unseres Sichtfeldes, zunehmend blind – das Licht am Ende des Tunnels schwindet immer mehr.

Ursachen

Ursachen für den Tunnelblick können beispielsweise ein Glaukom oder aber die Erbkrankheit Retinitis pigmentosa sein:

Glaukom:

Die häufigste Form eines Glaukoms ist das Offenwinkelglaukom. Dabei kann das Kammerwasser in der Vorderkammer des Auges nur noch schlecht abfliessen. Aufgrund dessen entwickelt sich langsam ein erhöhter Augeninnendruck. Durch den erhöhten Augeninnendruck kann es zu einer Beschädigung des Sehnervs kommen. Ein Glaukom ist jedoch meist behandelbar: Etwa durch Augentropfen, eine Laserbehandlung oder Operation. Wichtig ist aber, dass es früh genug erkannt wird: Denn bereits eingetretene Schädigungen am Sehnerv können nicht mehr behoben werden. Schwieriger zu erkennen sind Normaldruckglaukome, da bei ihnen der Augendruck normal hoch ist. Häufig davon betroffen sind Personen mit Durchblutungsstörungen oder Personen mit niedrigem Blutdruck.

Retinopathia/Retinitis pigmentosa:

Bisher nicht behandelbar ist der Tunnelblick, der durch die Retinitis pigmentosa verursacht wird. Retinitis pigmentosa beschreibt eine erbliche Krankheit, ausgelöst beispielsweise durch spontane Mutation, bei der die lichtempfindlichen Stäbchen in der Netzhaut zugrunde gehen. Sie ist der häufigste Grund für einen Sehverlust im mittleren Lebensalter. Erste Anzeichen für einen Tunnelblick können schwarze oder verschwommene Flecken im Sichtfeld sein. Bei Sehstörungen sollte daher immer ein Augenarzt aufgesucht werden.

Fazit:

Regelmässige Kontrolluntersuchungen beim Augenarzt sind wichtig – um etwa den Augeninnendruck bestimmen zu lassen. Ab einem Alter von 40 Jahren sollte ungefähr alle zwei Jahre eine Augenuntersuchung erfolgen. Dadurch können erste Anzeichen für Schädigungen früh erkannt werden.

Samantha Happ

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