Erschreckend, wenn einem frühmorgens statt dem gewohnten Anblick plötzlich ein Gesicht mit kleinen, geschwollenen Äuglein entgegenblickt. Noch erschreckender, wenn das der gewohnte Anblick ist. Meist sind geschwollene Augen am Morgen jedoch kein Grund zur Sorge.

Die meisten haben schon das ein oder andere Mal erlebt, dass morgens die Augen ohne ersichtlichen Grund dick und geschwollen sind. Die Ursachen dafür liegen häufig am Tag – oder der Nacht – zuvor. Denn besonders oft und stark schwillt das Gewebe um unsere Augen an, wenn wir uns zu wenig Schlaf oder eine durchzechte Nacht gönnen. Oder auch wenn wir lange weinen mussten. Manchmal muss jedoch nicht einmal eines dieser Szenarien eingetroffen sein, um für Tennisbälle statt Augen zu sorgen – trotzdem ist das meist noch kein Grund zur Sorge.

Unsere Augenpartie ist besonders dünn und empfindlich, da es um den Augenbereich wenig Talg und Unterhautfettgewebe hat. Gerade weil die Haut in dem Bereich so fein ist, fällt es schnell auf, wenn das Gewebe anschwillt. Das ist schnell passiert, denn unter anderem kann es beim Schlafen zu Wasseransammlungen im Unterhautzellgewebe kommen. Die Gründe dafür sind vielfältig und können unter anderem in der Ernährung liegen: Zu viel Salz, Eiweiss oder Alkohol verringern die Flüssigkeitsmenge im Kreislauf, die sich dann vor allem nachts, wenn wir liegen, anstaut. Das ist ein harmloser Nebeneffekt, der im Verlauf des Tages wieder weggeht.

Natürlich gibt es auch andere Auslöser von Schwellungen im Augenbereich. Dazu gehören zum Beispiel trockene Raumluft, Nebenwirkungen von Medikamenten, Nebenhöhlen-Infekte, Augenentzündungen oder Probleme mit Schilddrüse, Herz oder Nieren. Auch bei Allergien schwellen die Augen gerne an, häufig aber verbunden mit Tränen, Rötungen, Jucken oder Brennen.

Was kann ich tun?

Junge Frau im Bademantel schaut in den Spiegel , hält ihre Hände auf die Wangen und zieht dabei die Augen leicht runter

Geschwollene Augen am Morgen sind meist kein Grund zur Sorge.

Schwellen die Augen einfach ab und zu an, können Sie versuchen, dem vorzubeugen, indem Sie genügend schlafen und auf einen gesunden Lebensstil achten. Ausserdem können Sie Ihren Kopf beim Schlafen leicht höher lagern, um so dem morgendlichen Lymphstau entgegenzuwirken. Hat das Vorbeugen nichts gebracht und blinzeln Ihnen am Morgen trotzdem aufgedunsene Augen aus dem Spiegel entgegen, helfen Gurkenscheiben, kühlende Gel-Pads oder ein Koffein-Augen-Roll-On. Die Do-it-Yourself-Variante mit Schwarzteebeuteln ist natürlich auch immer eine Möglichkeit.

Kommen die Schwellungen häufiger vor, ist es natürlich am besten, herauszufinden, welcher Auslöser dahintersteckt. Auch Unverträglichkeiten – zum Beispiel auf Make-up – sollten nicht ausser Acht lassen werden. Liegt es daran, sollte der Auslöser natürlich vermieden werden. Ebenso möglich sind Haustier-, Hausstaub- oder Milben-Allergien. Hier schaffen Antiallergika Abhilfe.

Der Gang zum Arzt ist dann sinnvoll, wenn die Augen über einen gewissen Zeitraum hinweg ohne ersichtlichen Grund immer wieder anschwellen. Wenn Schwellungen ums Auge chronisch werden und neben Jucken und Brennen auch Verkrustungen oder sogar Schmerzen auftreten, ist der Arztbesuch dringend angesagt.

Gregor Szyndler

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