Die sogenannte altersbedingte Makuladegeneration – kurz AMD – ist eine Sehstörung, die meist nach dem 60. Lebensjahr auftritt. Dabei verliert der Patient zunehmend an Sehstärke. Die Ursachen der Krankheit sind bis heute nicht restlos geklärt.

Die Makula ist das Zentrum der Netzhaut und die wichtigste Struktur im Auge, um scharf sehen zu können. Ist dieses Zentrum gestört, verschlechtert sich die Sehschärfe, das Kontrastsehen oder das Erkennen von Mustern und Farben. Die altersbedingte Makuladegeneration (AMD) ist eine Alterserkrankung des Netzhautzentrums.

Die AMD tritt in zwei verschiedenen Formen auf: Es gibt die sogenannte trockene und die feuchte AMD.

Die trockene AMD entsteht durch Ablagerungen unter der Netzhaut und spätere Zellverluste. Sie ist die häufigere AMD-Form und schreitet nur langsam voran. Die Sehkraft verändert sich ebenfalls langsam.

Bei der feuchten AMD handelt es sich um Neubildungen von Blutgefässen unter der Netzhaut, durch die es zu Flüssigkeitseinlagerungen in und unter der Netzhautmitte und zum Teil zu Blutungen kommt. Im fortgeschrittenen Stadium vernarbt die Netzhaut. Diese AMD-Form ist seltener als die trockene; sie schreitet aber schneller fort. Die feuchte AMD kann plötzlich auftreten und einen relativ schnellen Verlust der Sehkraft mit sich bringen.

Ursachen sind nicht restlos geklärt
Der genaue Grund für das Entstehen einer altersbedingten Makuladegeneration, konnte noch nicht eindeutig geklärt werden. Gemäss Dr. Katja Hatz, Leiterin der Netzhautabteilung der Vista Klinik, spielen genetische Faktoren eine wichtige Rolle: «Die Hauptursache ist Veranlagung. Und: Frauen sind von einer AMD stärker betroffen als Männer.» Ein externer Risikofaktor sei zudem das Rauchen. Raucher seien stärker gefährdet als Nichtraucher, so Katja Hatz. Als weiterer Risikofaktor gelten starke UV-Strahlen.

Vorbeugen und Therapie
«Wer mit dem Rauchen aufhört und sich immer gut vor UV-Strahlen schützt, ist gut beraten, wenngleich dies nur den kleineren Teil der Ursachen ausmacht», erklärt die Expertin. Viel mehr könne man nicht machen. Wenn jedoch bekannt ist, dass in der Familie die altersbedingte Makuladegeneration vorkommt, sei es wichtig, die Augen rechtzeitig und regelmässig von einem Augenarzt kontrollieren zu lassen. Dieser erkennt, ob bereits deutlich sichtbare Ablagerungen vorliegen.

Die Heilung der altersbedingten Makuladegeneration ist noch nicht möglich
Für die trockene AMD gibt es derzeit keine Therapie. Die feuchte AMD ist eine chronische Erkrankung, die in der Regel eine längerfristige Therapie benötigt. Sie kann mit Medikamenten behandelt werden, die in regelmässigen Abständen in das Augeninnere gespritzt werden. Die Kosten für diese Behandlungen werden von der Krankenkasse übernommen.

Denise Anania

Eventtipp:

Besuchen Sie zu diesem Thema das Referat „Makulaerkrankungen: Wenn die Kacheln wellig werden“ am 3.9.2019, um 19.00 Uhr, im Bürgerlichen Waisenhaus Basel. Teil der Vortragsreihe Einblick rund ums Auge.

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