Akanthamöben sind Einzeller. Einmal in die Augen gelangt, fressen die Parasiten ein Loch in die Hornhaut. Wer nichts dagegen unternimmt, läuft Gefahr, eine bleibende Sehminderung zu haben.

Die Hornhautentzündung, auch Keratitis genannt, kommt in der Schweiz sehr häufig vor. Sie kann zu bleibenden Sehschäden führen, abhängig davon, was sie ausgelöst hat. Oftmals stecken Bakterien, Viren oder Pilze dahinter. Es gibt allerdings auch Parasiten, die die Krankheit verursachen. Ein solcher Parasit ist die Akanthamöbe.

Linsenträger besonders betroffen

Eine Ansteckung mit den Amöben ist leicht – sie sind weit verbreitet. Jedoch lösen sie äusserst selten eine Erkrankung aus. Unser Immunsystem ist durchaus in der Lage, mit den Parasiten fertigzuwerden, denn es kann gegen den Einzeller Antikörper produzieren. Es gibt aber eine Risikogruppe: die Linsenträger. Die Einzeller halten sich gerne im Feuchten auf – wie zum Beispiel in Linsenbehältern. Wenn diese also nicht täglich gründlich gereinigt und getrocknet werden, kann es zu einer Keratitis kommen. Deshalb ist es auch wichtig, die Behälter von Zeit zu Zeit komplett auszutauschen – genauso wie die Linsen selbst.

Hat man sich einmal mit den Akanthamöben angesteckt, ist es übrigens recht mühselig, sie wieder loszuwerden. Sie sind hartnäckige kleine Lebewesen. Behandelt werden sie mit unterschiedlichen Antiseptika oder Antibiotika. Hilft das alles nichts, bleibt noch die chirurgische Behandlung übrig.

Fazit

Tatsächlich handelt es sich bei den Akanthamöben um gefährliche Erreger. Zum Glück sind wir aber dank unserem Immunsystem gut gewappnet für den Ernstfall. Trotzdem sollte man sich nicht völlig darauf verlassen. Bei plötzlichen Rötungen in den Augen oder bei Blende- sowie Schmerzempfindlichkeit ist auf jeden Fall ein Arzt aufsuchen.

Florencia Figueroa

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