Schöne und gepflegte Wimpern betonen nicht nur die Augen, sondern sie haben auch eine Funktion zu erfüllen. Es lohnt sich deshalb, sie zu pflegen, damit sie gesund bleiben.

Einen verführerischen Augenaufschlag möchte so ziemlich jede Frau haben. Nicht umsonst findet man auf dem Markt jegliche Produkte, mit denen Frau den Wimpernkranz verschönern kann – angefangen von der Tusche über das Verlängerungsserum bis hin zum künstlichen Pendant. Allerdings sind die Härchen ums Auge weit mehr als nur ein Schönheitsmerkmal: Sie erfüllen für die Augen auch wichtige Funktionen.

Die Augenbrauen sind dazu da, den Stirnschweiss davon abzuhalten, in die Augen zu geraten. Die Wimpern hingegen verhindern, dass gröbere Schmutzpartikel oder andere Fremdkörper ins Auge gelangen. Das geschieht ganz von alleine. Kommen unerwünschte Schmutzpartikel mit den Wimpern in Kontakt, löst das einen reflexartigen Lidschlag aus. So wird der Fremdkörper in der Regel abgewehrt, bevor er den Weg ins Auge findet. Neben dem Schutz vor ungewollten Eindringlingen haben die Härchen jedoch noch weitere Funktionen – sie verhindern beispielsweise, dass das Sonnenlicht direkt auf das Auge scheinen kann und schützen vor Wind. So tragen sie auch dazu bei, dass unsere Augen nicht austrocknen.

Damit sie diese Aufgaben erfüllen können, müssen wir dafür sorgen, dass sie gesund bleiben. Ungesunde Wimpern werden nämlich brüchig oder fallen sogar aus. In extremen Fällen kann dies aufgrund von Vitaminmangel oder Nebenwirkungen von Medikamenten geschehen. Auch Krankheiten wie die Lidrandentzündung können dafür verantwortlich sein. Es muss jedoch nicht zwingend eine Krankheit vorliegen. Manchmal wurde einfach die Wimpernpflege zu sehr vernachlässigt.

Auch Wimpern bedürfen der Pflege

Wie aber pflegt man die Wimpern richtig? Das wichtigste ist, schonende Produkte zu wählen – sei es beim Schminken, Abschminken oder der Hautpflege um die Augen. Dabei sollte man darauf achten, dass die Produkte keine synthetischen Konservierungsstoffe enthalten, denn diese wirken sich mit der Zeit schlecht auf die Wimpern aus. Pflegende, natürliche Stoffe wie Jojoba-, Mandel-, Rizinus- oder Olivenöl haben den Vorteil, dass sie die Härchen zusätzlich mit Feuchtigkeit versorgen.

Wenn es ums tägliche Schminken geht, sollte man wenn möglich wasserfeste Tusche vermeiden. Sie ist schwierig und kaum ohne starkes Reiben zu entfernen, wodurch die Wimpern leichter ausfallen. Auch das Abschminken sollte auf keinen Fall vernachlässigt werden. Schminke belastet die Wimpern, verstopft die Talgdrüsen und schadet dem Lid, wenn man sie die ganze Nacht über auf den Augen lässt.

Bei den Cremes für die Hautpartie um die Augen sollte man auf solche zurückgreifen, die dermatologisch getestet und möglichst frei künstlichen Duftstoffen oder Konservierungsstoffen wie Parabene sind. Aber auch von Produkten mit Alkohol sollte man die Finger lassen, denn Alkohol reizt und trocknet Haut sowie Härchen aus. Pflanzliche Stoffe wie beispielsweise Kamillen- und Kornblumenwasser oder Mandel- und Avocado-Extrakte hingegen pflegen Haut und Haar.

Länger, voller, dichter

An Produkten für die zusätzliche (Luxus-)Pflege mangelt es auf dem Kosmetikmarkt natürlich auch nicht. So gibt es spezielle Öle, mit denen man die Härchen einreibt, damit sie geschmeidig und biegbar bleiben oder Wimpernseren, die den Haarwuchs unterstützen – sie sollen für einen volleren Haarkranz und längere Härchen sorgen. Sogar ganze Kuren gibt es, die glänzendere und dichtere Wimpern versprechen. Solche Produkte sind jedoch für die normale Pflege der Wimpern nicht notwendig.

Schon alleine die Grundpflege, also das regelmässige Abschminken und die Verwendung von schonenden Produkten, unterstützt das gesunde Wachstum unserer Wimpern. Gesunde Haare, die weniger schnell ausfallen, werden automatisch auch länger und voller. Mit der Pflege ist allerdings nicht nur der Schönheit gedient, denn gesunde Wimpern erfüllen ihre natürlichen Funktionen am besten.

Florencia Figueroa

Wissenswertes über Wimpern

Zilien – so heissen die Wimpern in der Fachsprache. Dabei unterscheiden sich die Härchen am oberen Lid von denen am unteren: Sie sind nicht nur länger, sondern auch deutlich mehr. So hat das obere Lid ungefähr 250 Härchen, die zwischen acht und zwölf Millimeter lang werden. Das untere Lid hingegen hat nur 50 bis 80 Härchen, die sechs bis acht Millimetern lang werden. Nach etwa 100 bis 150 Tagen fallen die Wimpern übrigens aus. Das ist ein natürlicher Vorgang und kein Grund zur Sorge, weil sie sogleich nachwachsen.

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