Wer kennt es nicht? Plötzlich zuckt das rechte oder linke Auge. Gerne auch im dritten Frühling des Lebens, wenn die Wechseljahre ihre Symptome einfordern – hinter dem Augenzucken steckt meistens eine harmlose Ursache.

Oft steckt hinter den ungewollten Muskelbewegungen ein Magnesiummangel, wodurch die Kommunikation zwischen Nerven und Muskeln nicht harmoniert. Eine ungesunde oder einseitige Ernährung begünstigt diesen Mangel. Auch Schwangere oder Frauen in den Wechseljahren leiden gelegentlich daran, da sie eine erhöhte Dosis des Mineralstoffes benötigen. Um einen Mangel zu vermeiden, sollte bei regelmässigem oder exzessivem Sport täglich Magnesium als Nahrungsergänzungsmittel eingenommen werden. Ebenso in stressigen Lebensphasen wie bei erhöhter Arbeitsbelastung, Trauerfällen und Trennungen.

Auch Vitaminmangel kann Ursache sein

Eine weitere mögliche Ursache für Lidzuckungen ist ein Mangel an Vitamin B12. Hierbei zieht sich der Augenschliessmuskel wiederholt und unkontrolliert zusammen. Äusserlich ist das erkennbar als Zucken des Augenlids, das der Betroffene deutlich wahrnimmt. Das Zucken ist meistens einseitig, selten passiert es an beiden Augenlidern.

Ein Mangel an Vitamin B12 und häufig auch an Kalium sowie Magnesium kann unfreiwillige Spasmen am Auge verursachen. Um diesem Mangel entgegenzuwirken, macht es Sinn, mindestens dreimal pro Woche Fisch, Fleisch, Eier oder Milchprodukte zu sich zu nehmen. Um unserem Körper ausreichend Mineralien zuzufügen, sind anderthalb Liter Mineralwasser eine gesundheitliche Vorgabe.
Vegetarier und Veganer sollten Nahrungsergänzungsmittel einnehmen, um Mangelerscheinungen vorzubeugen.

Neurologische Krankheiten als Ursachen sind selten

Manche Menschen leiden an Diabetes, Gluten-Unverträglichkeit oder an Alkoholismus, was ebenfalls Augenzucken auslösen kann. Stress, Augeninfektionen und neurologische Erkrankungen sind weitere Ursachen. Vermuten Sie körperlichen oder psychischen Stress als Auslöser, dann können Entspannungsübungen oder eine kurze Augenlidmassage helfen. Wenn Sie sich entspannt haben, verschwindet das Augenzucken meistens von alleine wieder.

Im schlimmsten Fall aber kann es sich beim Augenzucken um einen krampfartigen Lidschluss handeln, dem Blepharospasmus. Diese schweren Muskelkrämpfe können den Gesichtsausdruck der Betroffenen erheblich entstellen und bei längerem Lidschluss die Sehfähigkeit der Patienten beeinträchtigen. Der Blepharospasmus hat mit dem üblichen Augenzucken wenig zu tun und stellt eine Fehlfunktion des Zentralnervensystems dar. In dem Fall muss ein Augenarzt konsultiert und womöglich eine Spritze mit Muskelrelaxanz zur vorübergehenden Lähmung des Augenringmuskels Abhilfe leisten.

Augenzucken: Was tun bei übermüdeten oder trockenen Augen?

Manchmal sind unsere Augen auch einfach trocken oder übermüdet. Wenn Sie viel Zeit vor dem Computer verbringen, wird oft das regelmässige Blinzeln vergessen und Sie können damit Ihre Augen überlasten. Dann helfen Pausen, ein Spaziergang in der Natur oder Sport. Während der Computerarbeit macht es grundsätzlich Sinn, Pausen einzulegen und ab und zu in die Ferne zu schauen. Werfen Sie einen Blick aus dem Fenster oder blinzeln Sie öfter einmal. Sollte das Trockenheitsgefühl länger als ein paar Tage andauern, konsultieren Sie Ihren Augenarzt.

Anke Reuss

 

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