Die Augen sind nicht nur Fenster zur Seele, sondern auch der Blickfang in Ihrem Gesicht. Wie Sie Ihre Augen nicht nur verschönern, sondern auch schonen, erfahren Sie hier.

Nie zu dick auftragen

Wie bei allem ist auch beim Schminken das richtige Mass gefragt. Für viele ein Muss: der Lidstrich. Ob dezenter Lidstrich oder im Kleopatra-Look – es gilt, den Eyeliner nicht zu dick aufzutragen. Um Verletzungen zu vermeiden, macht es Sinn, für einen festen Halt des Arms zu sorgen, am besten auf einem Tisch.

Wenn es mal wieder nicht geklappt hat und der Lidstrich verwackelt oder nicht auf beiden Seiten gleich gelungen ist, empfiehlt sich ein Wattestäbchen, das in schonenden Make-up-Entferner getunkt wurde.

Was abgelaufen ist, muss weg

Ebenso wichtig ist es, Produkte zu verwenden, die noch nicht abgelaufen sind. Das Haltbarkeitsdatum wird gerne unterschätzt – es ist jedoch extrem wichtig, sich daran zu halten, da abgelaufene Produkte schimmeln oder Keime ansetzen können.

Umso mehr, weil diese Produkte häufig im Bad aufbewahrt werden, wo es wohlig warm und feucht ist. Und das lieben Bakterien. Das Haltbarkeitsdatum wird übrigens oft in Monaten angegeben – 24M bedeutet zum Beispiel, dass das Produkt noch maximal 24 Monate nach dem ersten Öffnen haltbar ist.

Potpourri verschiedenster Stoffe

Genauso wichtig ist, dass Sie keine „Made in China“-Produkte auf Online-Plattformen kaufen. In China sind Farbstoffe erlaubt, die bei uns verboten sind. Dies betrifft besonders Farbstoffe mit den Bezeichnungen „CI 45170“, „CI 42535“ und „CI 15585“.

Grundsätzlich gilt: Eyeliner und sonstige Schminkprodukte für die Augen bestehen aus Ölen, Silikonen, Kleb- und Farbstoffen sowie Wachsen. Also aus allem, was es so braucht, damit die Schminke lange hält. Aber eben auch aus vielen Stoffen, darunter auch Nanopartikel oder Metalle, auf die Sie allergisch reagieren könnten. Man ist also gut beraten, die Inhaltstoffe genau unter die Lupe zu nehmen.

Störende Klümpchen im Tränenfilm

Dies gilt besonders für Kajal. Der sieht nicht nur schmuck aus, sondern verteilt Partikel im Tränenfilm – was zu getrübtem Blick und Augenirritationen führen kann. Im schlimmsten Fall kann es zu Entzündungen kommen. Wer einmal eine Augenentzündung hatte, sollte in dieser Zeit benutzte Schminkprodukte nicht mehr weiterverwenden.

Im Fachjournal «Eye & Contact Lens» wurde untersucht, wie sich Eyeliner-Partikel im Auge verteilen. Wurde der Lidstrich innerhalb der Wimpernlinie angebracht, gerieten bis zu 30 Prozent mehr Partikel in den Tränenfilm. Besonders ungünstig ist das, wenn Sie Kontaktlinsen tragen oder unter trockenen Augen leiden.

Trockene Augen schwemmen die Partikel nur langsam aus, wodurch der Tränenfilm lange verunreinigt bleibt. Wer Kontaktlinsen trägt muss aufpassen, weil Partikel auf die Linse geraten können. Dadurch entstehen Schlieren, die das Sehvermögen beeinträchtigen.

Vorsicht walten lassen

Der Lidstrich sollte nicht zu nahe am Augapfel gezogen werden. Sie könnten sich dabei ja auch, wenn es ganz blöd läuft, verletzen. Augenärzte haben da leider schon manches gesehen.

Ihre Augen werden es Ihnen danken, wenn Sie diese Tipps beachten. So gehen Verschönerung und die Schonung Ihrer Augen Hand in Hand. Wie bei allen Künsten gilt auch beim Augen-Make-up: „weniger ist mehr“. Gehen Sie mit Kajal, Lidschatten & Co. also besser so behutsam um wie mit ihrem Augapfel.

Gregor Szyndler

 

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