Matthias Eigenmann segelte durch die Ozeane dieser Welt, um auf die starke Verschmutzung der Meere aufmerksam zu machen. Nachdem der 36-jährige Business Analyst nach einem Jahr auf offener See in seine Schweizer Heimat zurückkehrte, ist er erst recht entschlossen, sich auch weiterhin für die Säuberung der Meere einzusetzen.

Die Clipper Round the World Regatta ist das grösste Amateur-Segelrennen der Welt. Matthias Eigenmann hat seine Teilnahme an diesem Rennen zum «Race of my life» gemacht und damit eine öffentliche Plattform geschaffen, um auf seine Mission aufmerksam zu machen. Er will die Meere retten und hat zu Spenden aufgerufen.

Auch der Laser Vista liegt eine klare Sicht der Dinge am Herzen – nicht nur was die Augen anbelangt. Das Projekt des Seglers hat sie deshalb gerne finanziell unterstützt. Dank modernster Linsenchirurgie konnte sie es dem Abenteurer zudem ermöglichen, seine Mission ohne Sehhilfe zu starten. «Die zurückgewonnene Sehschärfe ist Lebensqualität pur. Ich habe lange gezögert – am Ende jeden versäumten Tag bereut. Das Leben ohne Brille und Kontaktlinse erlaubt mir, an die Grenzen zu gehen. Für weniger Plastik in den Meeren um die Welt zu segeln, wäre ohne Laser Vista ein Ding der Unmöglichkeit gewesen.»

Über 40‘000 Seemeilen haben die Segler der Clipper Round the World Regatta in elf Monaten zurückgelegt. Dabei konnte sich Eigenmann selbst ein Bild zum aktuellen Zustand der Meere machen. «Speziell in den asiatischen Gewässern ist der Abfall omnipräsent, aber auch in sämtlichen anderen Meeren sieht’s erschreckend aus.»

Angst macht die Tatsache, dass ein Grossteil der im Meer vorhandenen Plastikteilchen beim Segeln fürs Auge gar nicht sichtbar sind. Versuche zeigen aber, dass egal wo man feinmaschige Netze durch die Meere zieht, darin Mikroplastik zu finden ist.» Um gegen diese Verschmutzung vorzugehen, lässt Eigenmann einen Teil der Spenden dem Projekt «The Ocean Cleanup», des Niederländers Boyan Slat zugutekommen.

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Das Projekt The Ocean Cleanup hat eine Technologie entwickelt, um die Meere vom Plastikmüll zu befreien

Slat und sein Team haben eine neue Technologie entwickelt, die den Plastikmüll im Ozean zusammenträgt. Die Technologie wird aktuell vor der Küste San Franciscos getestet und nach erfolgreichen Tests im Great Pacific Garbage Patch eingesetzt. Bis 2040 sollen mit dieser Technologie, die an fünf verschiedenen Stellen der Weltmeere treibt, 90 Prozent des Plastikmülls entfernt werden.

Dies lässt darauf hoffen, dass Verschmutzungszustände, wie sie Eigenmann auf seinem Blog, beschreibt bald der Vergangenheit angehören. Denn für die Meeresbiologie sind sie eine absolute Katastrophe. Gemäss der Weltnaturschutzorganisatio IUCN sterben rund eine Million Seevögel und 100‘000 Meeressäuger jährlich an den Folgen der Verunreinigung.

Nach seiner Reise und den unzähligen Berührungspunkten mit dem einzigartigen Ökosystem der Meere, will Eigenmann seine Mission fortsetzen. Für ihn heisst es «jetzt erst recht!». Er denkt auf Hochtouren darüber nach, wie er seinen Kampf gegen die Plastikverschmutzung weiterführen soll und erinnert daran, dass jeder etwas tun kann.

Falls Sie sich Matthias Eigenmann anschliessen und «The Ocean Cleanup» mit einer Spende unterstützen möchten, finden sie alle Angaben dazu hier.

Simone Weber

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