ErnährungWenn Grosi etwas sagt, hat sie meistens recht. Einer dieser Weisheiten ist: «Iss deine Rüebli, die sind gut für die Augen». Aber was ist dran an dem Mythos? Inwiefern kann unsere Ernährung unser Augenlicht beeinflussen?

Unsere Ernährung hat massgeblichen Einfluss auf unser Sehen. Die richtige Ernährung unterstützt unsere Augen und kann Sehkrankheiten vorbeugen. Ein Rüebli allein reicht aber nicht.

Vitamin A – Das Augenvitamin
Vitamine sind Nährstoffe, die wir nicht eigens in unserem Körper herstellen können. Wir können sie nur durch unsere Ernährung aufnehmen. Viele Vitamine beeinflussen auch unser Sehen, allen voran das Vitamin A. Es ist wesentlicher Bestandteil des Rhodopsins, dem sogenannten Sehpurpur. Sobald Licht auf das Auge trifft, zerfällt das Sehpurpur, wodurch eine Reihe von Reaktionen in Gang gesetzt werden, die schliesslich einen Reiz Richtung Gehirn senden. In unserem Gehirn wird dieser Reiz interpretiert und wir können unsere Umwelt visuell wahrnehmen. Ein Mangel an Vitamin A führt zu eingeschränktem Sehen, vor allem die Unterscheidung zwischen Helligkeit und Dunkelheit ist betroffen (Nachtblindheit).

Freie Radikale – Stress für die Augen
Das digitale Leben bedeutet Stress für unsere Augen. Fast fünf Stunden schauen Bewohner der deutschsprachigen Schweiz täglich auf Bildschirme. Das hat Konsequenzen: Durch diese Überbelastung bilden sich in unseren Augen sogenannte freie Radikale. Diese überfluten unsere Augenzellen und es entstehen Zellschäden, die zu einem Organumbau mit entsprechendem Funktionsverlust führen können. Die Zellen befinden sich dann im sogenannten oxidativem Stress.

Mit der richtigen Ernährung können wir diese freien Radikale binden. Vitamin C, E und Anthocyane sind solche Radikalfänger(Antioxidantien) und können helfen, Zellschäden zu verhindern.

Die wichtigsten Schutzschilde fürs Auge sind aber die beiden Carotinoide Zeaxanthin und Lutein. Sie wirken direkt an der Makula, dem Ort des schärfsten Sehens. Antioxidantien und Lutein binden die freien Radikale und schützen so die Augen vor frühzeitiger Ermüdung und Augenerkrankungen wie der altersbedingten Makuladegeneration.

Omega-3-Fettsäuren – essenziell für den Körper
Wie auch die Vitamine kann der Körper die Omega-3-Fettsäuren nicht selber herstellen, deswegen nennt man sie essenzielle Fettsäuren. Ein Mangel führt unter anderem zu Trockenheit der Augen.

Grosi hat Recht!
Mit der richtigen Ernährung tut man seinen Augen also etwas Gutes. Der regelmässige Griff zum Rüebli hilft, die Sehkraft aktiv zu steigern und Augenkrankheiten vorzubeugen. Bleibt nur noch eins zu sagen: «Grosi, da hattest du mal wieder recht!»

 

Sebastian Müller-Runte

Alles auf einen Blick - die richtige Ernährung

Täglich Obst und Gemüse liefern unseren Augen alle nötigen Nährstoffe.

Wichtige NährstoffeSpeiseplan
Vitamin AKarotten, Fisch, Brokkoli, Spinat, Paprika, Tomate, Süßkartoffeln
Vitamin C & EVitamin C:
Zitrusfrüchte, Beeren, Paprika

Vitamin E: Nüsse, Soja, Getreide
AnthocyaneDunkle Beeren, Aubergine, Rotkohl
Lutein, ZeaxanthinSpinat, Mais, Brokkoli, Rucola, Grünkohl
Omega - 3 - FettsäurenFisch, Avocado, Spinat, Brokkoli, Leinöl

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